Ambulanter Kinder- und Jugendhospizdienst Bonn

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Der Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst Bonn, der unter der Trägerschaft des Deutschen Kinderhospizvereins e.V. steht, hat sich zur Aufgabe gemacht, Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern/Jugendlichen im Alltag zu begleiten.

Für inzwischen mehr als 30 Organisationen im Rheinbacher Stadtgebiet, z.B. Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, Senioren- und Sozialeinrichtungen und viele andere mehr, sucht das Freiwilligenzentrum dringend ehrenamtliche Kräfte. In regelmäßiger Folge wird künftig eine suchende Einrichtung vorgestellt.

Der Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst Bonn, der unter der Trägerschaft des Deutschen Kinderhospizvereins e.V. steht, hat sich zur Aufgabe gemacht, Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern/Jugendlichen im Alltag zu begleiten. Ab entsprechender Diagnosestellung können betroffene Familien diese kostenlose Unterstützung, die sich oftmals über viele Jahre erstrecken kann, in Anspruch nehmen.

Zur Zeit werden in Bonn und im linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis rund 20 Familien begleitet. Für diese anspruchsvolle Aufgabe werden Ehrenamtliche auch für den Raum Rheinbach gesucht. Nach einem Auswahlgespräch werden potenzielle Ehrenamtliche in einem 90-stündigen Befähigungskurs ausgebildet. Auch während des Einsatzes in den Familien ist Praxisbegleitung und Supervision für die ehrenamtlichen Mitarbeitenden verpflichtend.

Wie sieht nun eine solche Begleitung in der Praxis aus?

Wenn sich eine betroffene Familie mit der Koordinationsstelle Bonn in Verbindung setzt, wird zunächst gemeinsam mit der Familie ermittelt, welche individuellen Wünsche und Bedürfnisse sie hat. Ehrenamtliche Kräfte besuchen die Familie in der Regel einmal wöchentlich für ca. 3–5 Stunden. Im Rahmen der vorhandenen Möglichkeiten wird mit dem erkrankten Kind beispielsweise gespielt, vorgelesen oder spazieren gegangen. Auch Geschwisterkinder brauchen manchmal Zuwendung. In Absprache mit den Eltern, können Ehrenamtliche die Familie entlasten, indem sie mit dem Geschwisterkind z.B. etwas unternehmen oder es bei den Hausaufgaben unterstützen. Manchmal fallen auch Gespräche mit den Eltern oder deren Unterstützung bei Behördengängen an.

Die Koordinatorin Frau Meurer fasst es so zusammen: „Wir begleiten das Leben, das Sterben und über den Tod des Kindes hinaus. Denn oftmals findet die Begleitung über viele Jahre statt. Aber eins steht fest: Man bekommt immer viel zurück.“ Der nächste Ausbildungskurs findet von April bis September 2015 in Bonn statt.

Dringende Bitte: Wenden Sie sich nicht direkt an die vorgestellte Einrichtung. Lassen Sie sich vorher in den Sprechstunden des Freiwilligenzentrums beraten, ob diese oder eine andere Einrichtung für Sie in Frage kommt. Dabei geht es darum, Ihre Interessen und Stärken mit den Vorstellungen der suchenden Einrichtung abzugleichen.

Wer an einem ehrenamtlichen Engagement interessiert ist, kann dienstags von 10 bis12 Uhr und donnerstags von 15 bis 17 Uhr im Himmeroder Hof in Rheinbach eine Beratung erhalten. Weitere Informationen gibt es unter www.blickwechsel-rheinbach.de.